2011

Kassel zeigt Gesicht gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit

Die Ereignisse der letzten Wochen haben gezeigt, dass die rechte Szene nicht unterschätzt und rechte Gewalt nicht verharmlost werden dürfen.

Der Kasseler Jugendring unterstützt daher den Aufruf des Ausländerbeirats und der Stadt Kassel. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit setzen.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

 

 

„Menschenkette zum Gedenken an die Mordopfer rechtsterroristischer Gewalt am Samstag, 10.12.2011, in Kassel.

 

– 13 Uhr Beginn Rathaus, Königsplatz, Holländische Straße 82

– Schließung der Menschenkette am Stern

 

– 14.30 Uhr Kundgebung am Rathaus

 

Wir trauern um Enver Şimşek und Abdurrahim Özüdoğru aus Nürnberg,

Süleyman Taşköprü aus Hamburg, Habil Kılıç München, Yunus Turgut aus

Rostock, Ismail Yaşar aus Nürnberg, Theodoros Boulgarides aus München,

Mehmet Kubaşık aus Dortmund, Halit Yozgat aus Kassel und Michèle Kiesewetter

aus Heilbronn.

Wir fühlen mit den Angehörigen der Opfer. Sie haben geliebte Menschen verloren. Die Unbegreiflichkeit des Geschehenen, die jahrelange Ungewissheit über Täter und ihre Motive, waren und sind eine schwere Belastung für die Betroffenen.

Wir sind zutiefst beschämt, dass nach den ungeheuren Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes rechtsextremistische Ideologie in unserem Land eine blutige Spur unvorstellbarer Mordtaten hervorbringt.

Wir erwarten, dass die Morde mit aller Konsequenz zügig aufgeklärt und die Täterinnen und Täter bestraft werden. Das sind wir den Opfern, ihren Familien und Freunden schuldig. Wir erwarten zugleich, dass Zusammenhänge dieser Mordtaten und ihr rechtsextremistisches Umfeld umfassend ermittelt und mögliche weitere ungeklärte Straftaten einbezogen werden.

Die jetzt bekannt gewordenen Zusammenhänge dieser unmenschlichen Verbrechen belegen auf traurige Weise, dass die Strukturen der Sicherheitsbehörden auf Bundes- und Länderebene dringend überprüft werden müssen.

Dem Rechtsextremismus muss entschieden entgegengetreten werden. Wir alle sind gefordert zu handeln. Überall dort, wo Rechtsextremisten versuchen gesellschaftlichen Boden zu gewinnen, gilt es, mit Zivilcourage und staatlichen Mitteln deren Ausbreitung zu verhindern. Niemand darf schweigen oder wegschauen, wenn diskriminierende Parolen und Verhaltensweisen auftauchen.

Wir stehen ein für ein Deutschland, in dem alle ohne Angst leben und sich sicher fühlen können – ein Land, in dem Freiheit und Respekt, Vielfalt und Weltoffenheit gegeben sind. In diesem Land hatten die Ermordeten ihre Heimat gefunden.

 

Corrado Di Benedetto, Vorsitzender Landesausländerbeirat

Kamil Saygin, Vorsitzender Ausländerbeirat Kassel

Petra Friedrich, Stadtverordnetenvorsteherin Kassel

Andreas Güttler, Kreistagsvorsitzender Kassel

Uwe Schmidt, Landrat Landkreis Kassel

Bertram Hilgen, Oberbürgermeister Kassel“

Kinder- und jugendpolitische Forderungen zum Weltkindertag 2011

Am 20. September ist Weltkindertag!

Natürlich gibt es in an diesem Tag in Kassel traditionell ein Spielfest. In diesem Jahr sind wir von 14 bis 18 Uhr auf dem Parkplatz am Entenanger.

Aber es gibt nicht nur ein Spielfest.  Am Weltkindertag nehmen sich die Politiker_Innen Zeit, um sich die Wünsche, Ideen und Forderungen von Kinder und Jugendlichen anzuhören.

Aus diesem Grund werden in jedem Jahr auch kinder- und jugendpolitische Forderungen aufgestellt, in diesem Jahr lauten sie:

1. Stadtplatz statt Parkplatz Entenanger: Wir fordern mehr innenstadtnahe Plätze mit Aufenthaltsqualität für alle Generationen.

2. Kinder haben was zu sagen: Wir fordern, dass die Meinungen von Kinder und Jugendlichen bei allen sie betreffenden Bauvorhaben in Zukunft noch stärker berücksichtigt werden und der Bürgermeister ihnen erklärt, wie und wo er sicht dafür einsetzen will.

3. Vom Schulhof zum Spielhof: Wir fordern, dass sämtliche Schulhöfe auch außerhalb der Unterrichtszeiten auch an den Wochenende und in den Ferien als Spielflächen für Kinder nutzbar sind.

Euch fallen noch andere Ideen und Forderungen ein? Kein Problem… während des Spielfests wird ein „Videozelt“ aufgebaut werden, in dem eine Gruppe Jugendlicher die Politiker_Innen zu den Forderungen interviewen wird. Aber das Wort soll nicht nur die Erwachsenen haben. Auch ihr könnt eure Forderungen vor der Kamera präsentieren. Im Anschluss an den Weltkindertag wird aus diesem Beiträgen ein kleiner Film zusammengeschnitten. Wenn ihr nicht so gerne vor der Kamera stehen wollt könnt ihr eure Ideen auch an unsere „Wunschpinnwand“ schreiben. Also, kommt einfach vorbei!

Unser kostenloses Spielfest am Weltkindertag

 Was ist der Weltkindertag?

Der Weltkindertag wird jedes Jahr am 20.September gefeiert – bundes- und weltweit wird mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen auf die Rechte von Kindern und Jugendlichen aufmerksam gemacht.

In Kassel wird der Weltkindertag jedes Jahr mit einem Spielfest gefeiert. In diesem Jahr findet das Fest unter dem Motto „Platz da jetzt – Kinder haben was zu sagen!“ auf dem Parkplatz am Entenanger statt.

Von 14 bis 18 Uhr könnt ihr verschiedene sportliche Aktivitäten ausprobieren oder beim Mitmachzirkus mitwirken. Seid ihr lieber kreativ und bastelt gerne? Kein Problem, auch das ist beim Spielfest möglich.  Beim Spielen und Toben wird man natürlich auch schnell durstig und hat Hunger: Daher werden auch verschiedene kleine Snacks und Getränke angeboten.

Habt ihr vielleicht auch Wünsche oder Forderungen, die ihr den Poltikerinnen und Politiker gerne mitteilen möchtet? An diesem Tag habt ihr Gelegenheit dazu: Der Oberbürgermeister Bertram Hilgen wird an diesem Tag anwesend sein und die kinder- und jugendpolitischen Forderungen entgegen nehmen.  Außerdem wird ein Video gedreht werden, da könnt ihr eure Wünsche auch präsentierten. Falls ihr nicht so gerne vor einer Kamera steht könnt ihr auch einfach einen Zettel an unsere Wunschwand hängen.

Und ganz wichtig: Alles ist für euch kostenlos!

Also kommt doch einfach vorbei:

Am Dienstag, den 20. September von 14-18 Uhr auf dem Parkplatz am Entenanger (der liegt direkt in der Innenstadt, ihr könnt mit der Straßenbahn bis zum Königsplatz fahren und müsst dann nur 2 Minuten zu Fuß laufen).

 

 

Erfolgreiches „Kick rechts weg 2011“

Das diesjährige „Kick rechts weg“-Fußballturnier war ein voller Erfolg. 34 Teams waren bei strahlendem Sonnenschein auf dem Bahnhofsvorplatz mit dabei um gemeinsam ein Zeichen gegen rechtsextreme Kräfte in Deutschland zu setzen. In der Altersklasse von 12-16 Jahren war das Team „Sparta Brückenhof“ erfolgreich und bei den 16-27-Jährigen konnte sich „Miteinander statt gegeneinander 1“ durchsetzen.

Neben den sportlichen Ereignissen konnten sich die Jugendlichen bei verschiedenen Ausstellungen und Vorträgen über Migration in Kassel, Zwangsarbeit während des 2. Weltkriegs und die Widerstandsbewegung um Adam von Trott zu Solz informieren. Hier entstanden zum Teil angeregte Diskussionen, unter anderem über ein mögliches Verbot der NPD.  Zudem galt es Quizfragen zu den Ausstellungen zu beantworten, welche in die Turnierwertung mit eingingen.  Das „Kick rechts weg“ ist also eine gelungene Mischung aus Sport und Politik.

Die Kasseler Sparkasse hat das Event mit einer großzügigen Spende gesponsert. Der Schirmherr des „Kick rechts weg“, Oberbürgermeister Betram Hilgen (SPD), ließ es sich natürlich auch nicht nehmen gemeinsam mit dem Vertreter der Kasseler Sparkasse, Wolfram Ebert,  vorbei zu schauen und der Scheckübergabe beizuwohnen.

Auch in der lokalen wie überregionalen Presse hat die Aktion für Aufsehen gesorgt. Neben HNA und ExtraTip war auch die Hessenschau (ab 2:25 min) vom Hessischen Rundfunk mit dabei. Der Kasseler Jugendring und die mitausrichtenden Verbände freuen sich über soviel positive Resonanz und so steht einer Wiederauflage der Veranstaltung für 2012 nichts im Weg.

Kontaktadresse
Kasseler Jugendring e.V.
Mühlengasse 1
34125 Kassel

Tel: 0561 - 57 39 98
Fax: 0561 - 57 39 99
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