Kassel zeigt Gesicht gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit
Die Ereignisse der letzten Wochen haben gezeigt, dass die rechte Szene nicht unterschätzt und rechte Gewalt nicht verharmlost werden dürfen.
Der Kasseler Jugendring unterstützt daher den Aufruf des Ausländerbeirats und der Stadt Kassel. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit setzen.
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
“Menschenkette zum Gedenken an die Mordopfer rechtsterroristischer Gewalt am Samstag, 10.12.2011, in Kassel.
- 13 Uhr Beginn Rathaus, Königsplatz, Holländische Straße 82
- Schließung der Menschenkette am Stern
- 14.30 Uhr Kundgebung am Rathaus
Wir trauern um Enver Şimşek und Abdurrahim Özüdoğru aus Nürnberg,
Süleyman Taşköprü aus Hamburg, Habil Kılıç München, Yunus Turgut aus
Rostock, Ismail Yaşar aus Nürnberg, Theodoros Boulgarides aus München,
Mehmet Kubaşık aus Dortmund, Halit Yozgat aus Kassel und Michèle Kiesewetter
aus Heilbronn.
Wir fühlen mit den Angehörigen der Opfer. Sie haben geliebte Menschen verloren. Die Unbegreiflichkeit des Geschehenen, die jahrelange Ungewissheit über Täter und ihre Motive, waren und sind eine schwere Belastung für die Betroffenen.
Wir sind zutiefst beschämt, dass nach den ungeheuren Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes rechtsextremistische Ideologie in unserem Land eine blutige Spur unvorstellbarer Mordtaten hervorbringt.
Wir erwarten, dass die Morde mit aller Konsequenz zügig aufgeklärt und die Täterinnen und Täter bestraft werden. Das sind wir den Opfern, ihren Familien und Freunden schuldig. Wir erwarten zugleich, dass Zusammenhänge dieser Mordtaten und ihr rechtsextremistisches Umfeld umfassend ermittelt und mögliche weitere ungeklärte Straftaten einbezogen werden.
Die jetzt bekannt gewordenen Zusammenhänge dieser unmenschlichen Verbrechen belegen auf traurige Weise, dass die Strukturen der Sicherheitsbehörden auf Bundes- und Länderebene dringend überprüft werden müssen.
Dem Rechtsextremismus muss entschieden entgegengetreten werden. Wir alle sind gefordert zu handeln. Überall dort, wo Rechtsextremisten versuchen gesellschaftlichen Boden zu gewinnen, gilt es, mit Zivilcourage und staatlichen Mitteln deren Ausbreitung zu verhindern. Niemand darf schweigen oder wegschauen, wenn diskriminierende Parolen und Verhaltensweisen auftauchen.
Wir stehen ein für ein Deutschland, in dem alle ohne Angst leben und sich sicher fühlen können – ein Land, in dem Freiheit und Respekt, Vielfalt und Weltoffenheit gegeben sind. In diesem Land hatten die Ermordeten ihre Heimat gefunden.
Corrado Di Benedetto, Vorsitzender Landesausländerbeirat
Kamil Saygin, Vorsitzender Ausländerbeirat Kassel
Petra Friedrich, Stadtverordnetenvorsteherin Kassel
Andreas Güttler, Kreistagsvorsitzender Kassel
Uwe Schmidt, Landrat Landkreis Kassel
Bertram Hilgen, Oberbürgermeister Kassel”
hjr newsletter November 2011
Aktuelles
1. Vollversammlung des HJR wählt neue Vorsitzende
2. Gewinner der HJR-Ausschreibung Best 2011 im Hessischen Landtag ausgezeichnet
3. Fachtag diskutiert Thema “Kindeswohl”
Arbeitshilfen/Materialien/Veröffentlichungen
1. Juleica-Report 2011
2. Politische Jugendbildung in Hessen – Rückblicke und Einblicke
Fortbildungen/Projekte/Veranstaltungen
1. Fachtag “Zivilcourage – zwischen Anerkennung und Verhinderung”
2. Wettbewerb: Jugend hilft
3. Wettbewerb: MediaSurfer
4. Ausschreibung “Jugend testet”
Stellenausschreibungen
1. LAG NRW
2. AWO-Hessen Süd
Der Tipp: Radio-Spot und Song zur Jugend-Info-Börse: Hessen total international
Das Zitat
Aktuelles
1. Vollversammlung des HJR wählt neue Vorsitzende
Die Vollversammlung des Hessischen Jugendrings hat eine neue Vorsitzende gewählt. Bianka Mohr (BDKJ) übernahm das Amt von Anke Muth (DGB-Jugend), die auf der Vollversammlung mit großem Dank für die geleistete Arbeit verabschiedet wurde. In ihren Ämtern als stellvertretende Vorsitzende bestätigt wurden Daniela Broda (evangelische Jugend), Klaus Bechtold (SJD – Die Falken) und Mario Machalett (Sportjugend). Neu im Team ist Holger Kindler von der DGB-Jugend. Ebenso voll besetzt sind die Posten der Beisitzerinnen und Beisitzer. Hier wurden Stefan Ziegler (Jugendfeuerwehr), Tobias Schirmer (Bund der Deutschen Katholischen Jugend), Esa Böttcher (Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder), Sandra Sattler (DGB-Jugend), Konstanze Ebert (AG Jugend für Umwelt), Michael Schwesinger (Sportjugend), Niko Lederle (Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken), Riccardo Marziano (Jugendrotkreuz), Henrik Schmidtke (Landjugend) und Jasmin Tejada y Perez (Bund Deutscher PfadfinderInnen – BDP) gewählt. Eine längeren Bericht von der Vollversammlung und zum Studienteil “Jugendpolitik vor Ort” findet man hier. Fotos der Veranstaltung gibt es hier. Auf der Vollversammlung wurde zudem die Initiative “Augen auf! Mehr Aufmerksamkeit für Kinder- und Jugendarmut” offiziell gestartet.
Gewinner der HJR-Ausschreibung Best 2011 im Hessischen Landtag ausgezeichnet
Am 17.11.2011 fand im Hessischen Landtag die Preisverleihung an die Gewinner unseres Jugendarbeitspreises Best 2011 statt. Staatsminister und Schirmherr Stefan Grüttner sagte in seiner Würdigung: „Jugendverbände geben Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Kompetenzen zu erweitern, Verantwortung zu übernehmen, Selbstbewusstsein zu entwickeln und Gemeinschaft mit Gleichaltrigen zu erleben. Nicht selten werden Projekte verwirklicht und Angebote gemacht, die bis weit in die Gesellschaft hinein ihre Wirkung entfalten. Die mit dem Jugendarbeitspreis `best 2011´ prämierten Projekte sind dabei besonders beispielgebend“
Die Gewinner in den ausgeschriebenen Kategorien sind:
Kategorie 1 – Medienpädagogik
1. Preis – Ev. Jugendwerk Hanau: Verantwortung im Netz
2. Preis – GCL, Region West in Zusammenarbeit mit der FH Mainz: Weiter - der Film
3. Preis – KJG Fulda: Video-Wahlwerbespot zum Thema: Demokratie und Wahlen
4. Preis – SJD Die Falken – Hessen: Hörspielwerkstatt „Mut tut gut“ zum Thema Zivilcourage
5. Preis – Deutsche Jugend Rußland, Kreisgruppe Frankfurt: DJR-TV – Mitmach-Online-Fernsehen für die Jugend
5. Preis – (Punktgleich) Evangelische Jugend Dekanat Odenwald: Veranstaltungsradiao B 46 – zum Michelstädter Bienenmarkt
Kategorie 2 – Allgemeiner Preis
1. Preis – AG der Jugendwerke der Ev. Freikirchen – Jesus Gemeinde Dietzenbach und Ecclesia Gemeinde Darmstadt: Eine Schale Reis
2. Preis – Stadtjugendring Wiesbaden: Projektgruppe – „Kaputtsparen“
3. Preis – KJG Fulda: Integrative Ferienfreizeitangebote
4. Preis – Sportjugend Hessen in Kooperation mit dem Verein ‘Grätsche gegen Rechtsaußen’: Festival gemeinsam gegen Rechtsaußen
5. Preis – BDKJ Darmstadt in Kooperation mit dem Spielekreis Darmstadt: Gesellschaftsspiele-Fest „Darmstadt spielt“
3. Fachtag diskutiert Thema “Kindeswohl”
Das Thema “Kindeswohl” bewegt die Jugendverbände schon eine ganze Weile und fordert immer wieder heraus. Aktuelle Entwicklungen besonders um das geplante Bundeskinderschutzgesetz wurden nun auf einem Fachtag des Hessischen Jugendrings diskutiert. Als Fachreferentinnen standen Sigrid Kinzinger (Psychologische Fachstelle Kinderschutz im Jugend- und Sozialamt Frankfurt) und Gabi Weitzmann (Justiziarin Bayrischer Jugendring) für Input und jede Menge Rückfragen zur Verfügung.
Arbeitshilfen/Materialien/Veröffentlichungen
1. Juleica-Report 2011
Wer wird/ist Jugendleiter/-in und für was engagieren sie sich? Diese und weitere Fragen beantwort der ‘Juleica-Report 2011′ des Deutschen Bundesjugendrings. Aktuelle Ergebnisse der Forschung legt dieser Juleica-Report 2011 vor. Seit mehr als 12 Jahren gibt es die Juleica. Der größte Teil der Jugendleiterinnen und Jugendleiter erwirbt die Juleica im Rahmen des Engagements in verbandlichen Jugendorganisationen. Sie zeichnet sich gegenüber anderen Ehrenamtscards oder -pässen dadurch aus, dass ihre Inhaberinnen und Inhaber eine qualitativ hochwertige Ausbildung absolviert haben und sich regelmäßig ehrenamtlich engagieren. Bestellt werden kann der Juleica-Report unter: http://www.dbjr.de/publikationen.html (72 Seiten, 14.8 x 21 cm, Preis ohne Versandkosen: 2,50 €).
2. Politische Jugendbildung in Hessen – Rückblicke und Einblicke
Zur außerschulischen politischen Jugendbildung ist im Wochen Schau Verlag (Reihe: Wissenschaft/non-formale Bildung) das Buch ’Politische Jugendbildung in Hessen – Rückblicke und Einblicke’ neu erschienen (Herausgeber: Benno Hafeneger, Benedikt Widmaier, Horst-Dieter Zahn). Es ist im Fachhandel unter der ISBN 978-3-89974755-3 zum Preis von 19,80 € erhältlich. Weitere Infos zum Buch hier.
Fortbildungen/Projekte/Veranstaltungen
1. Fachtag: ‘Zivilcourage zwischen Anerkennung und Verhinderung’
Am 2. Dezember 2011 findet in der Bildungsstätte Alte Schule Anspach die Fachtagung “Zivilcourage – Zwischen Anerkennung und Verhinderung” statt. Behandelt werden unter anderem Bedingungen für couragiertes Handeln und der Einfluss der Medien auf die Haltung der handelnden Personen. Neben einem Vortrag und einer ExpertInnenrunde wird es auch praktische Workshops zum Thema Zivilcourage geben. Jörg Kowollik aus dem Netzwerk des PRO wird den Workshop “Zivilcouragierte Haltung und die Wirkung der Medien, Probierwerkstatt mit dem Szenischen Spiel” leiten und außerdem an der ExpertInnenrunde teilnehmen. Das Faltblatt mit allen Informationen zum Programm der Fachtagung sowie zur Anmeldung kann hier eingesehen werden.
2. Wettbewerb: Jugend hilft
Die Initative der Kinderhilfsorganisation ‘Children for a better World e.V.‘ hat sich mit seinem Förderprogramm JUGEND HILFT zum Ziel gesetzt, das soziale Engagement von Kindern und Jugendlichen finanziell und ideell zu unterstützen. Das Förderprogramm gliedert sich in zwei Hauptbereiche: Der JUGEND HILFT! Fonds: Kinder und Jugendliche von 6 bis 21 Jahren können einen Förderantrag bis zu 2.500,- Euro für ihre sozialen Projekte im In- und Ausland stellen. Über die Anträge entscheidet eine Förder-Jury viermal im Jahr: immer Ende Januar, März, Juli und Oktober. Der JUGEND HILFT! Wettbewerb: Unter allen sozialen Projekten, die sich bis zum 15. März 2012 bewerben, ermittelt die Jury acht Siegerprojekte. Neben einem Empfang in Schloss Bellevue und einer Preisverleihung nehmen die Gewinner an einem mehrtägigen Workshop-Programm in Berlin teil, in dem sie mit Profis an ihren Projekten und Kompetenzen arbeiten. Wettbewerbsbedingungen und Anmeldungsformular finden Interessierte hier. Weitere Fragen beantwortet Frau Julia Röhrich.
3. Wettbewerb: MediaSurfer
Es ist wieder soweit. Auch 2011 schreibt die Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien mit MediaSurfer einen Medienkompetenzpreis aus. Der Preis richtet sich an Jugendgruppen, Schulklassen, Vereine und weitere Zielgruppen und wird in verschiedenen Kategorien verliehen. Weitere Infos gibt es hier.
4. Ausschreibung “Jugend testet”
Welches Online-Übersetzungsprogramm macht die wenigsten Fehler? Welche Tiefkühl-Pizza schmeckt am besten? Und welche Bank bietet das beste Girokonto für junge Leute? Fragen wie diese untersuchen Jugendliche beim Wettbewerb “Jugend testet” der Stiftung Warentest. Ob Schokoriegel, Fahrschulen oder Online-Portale, 12- bis 19-Jährige können Produkte oder Dienstleistungen ihrer Wahl testen und damit gewinnen. Den Siegern winken Geldpreise im Gesamtwert von 9000 Euro, Reisen nach Berlin und zahlreiche Sachpreise. Mitmachen kann jeder, der zwischen 12 und 19 Jahre alt ist – egal ob einzeln, mit Freunden oder in der ganzen Klasse. Innerhalb der zwei Wettbewerbskategorien Produkttests oder Dienstleistungstests kann alles getestet werden, was interessiert. Wichtig ist, geeignete Kriterien und kreative Prüfmethoden festzulegen und diese zusammen mit den Ergebnissen möglichst anschaulich in einem Bericht zu präsentieren.
Stellenauschreibungen
1. LAG NRW
Die LAG Mädchenarbeit in NRW sucht zum 1.2.2012 eine Fachreferentin für Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit und Organisation mit einem Stellenumfang von 50 %. Weitere Infos können der Stellenausschreibung entnommen werden.
2. AWO-Hessen Süd
Das Bezirksjugendwerk der AWO Hessen-Süd e.V. in Frankfurt sucht zum 15. Januar 2012 eine/n Geschäftsführer/in. Die Stelle umfasst derzeit einen Umfang von 22 Wochenstunden mit der Option auf Stundenerhöhung ab Juli 2012. Weitere Infos zur Stellenausschreibung hier.
Der Tipp
Radio-Spot und Song zur Jugend-Info-Börse: Hessen total international
Am 26. November 2011 findet im Kulturforum Wiesbaden zum 6. Mal die Jugend-Info-Börse >Hessen total international< statt. Hier können sich junge Leute mit Jugendlichen aus der ganzen Welt austauschen, andere Kulturen erleben und über die vielfältigen Wege informieren, die ins Ausland führen. Internationale Jugendbegegnungen, weltweite Freiwilligendienste, Austauschjahr, Au-Pair-Aufenthalte, Work & Travel und Workcamps: Auf dem ‚Markt der Möglichkeiten’ kann man sich an zahlreichen Ständen einen vielseitigen Überblick über internationale Programme verschaffen. Für den einzigartigen internationalen Flair von „Hessen total international“ sorgen die ausländischen Gäste aus den hessischen Partnerregionen.
Mit diesem Bigfm-Radiospot wird für die Infomesse geworben. Hier kann der Song abgespielt und der Songtext nachgelesen werden.
Das Zitat
Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.
Albert Einstein
Hessen ist wieder “total international”
Die stellvertretende Vorsitzende des Hessischen Jugendrings, Daniela Broda lädt ein, an der größten internationalen Jugendinformationsmesse der außerschulischen Jugendarbeit in Hessen teilzunehmen: „Jugendliche, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende in Hessen können hier die Chancen nutzen, internationale Begegnungen und Austauschprogramme kennenzulernen. Sie erhalten so die Chance, sich nicht nur zu informieren, sondern sich auch für die Zukunft der Europäischen Union stark zu machen. “Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern und Lehrer, Interessierte an internationalen Jugendbegegnungen sowie Jugendgruppenleitungen und andere Akteure der Jugendarbeit. Detaillierte Informationen finden sich unter www.hessen-total-international.de. Der Hessische Jugendring lädt gemeinsam mit dem Hessischen Sozialministerium und weiteren Trägern der Jugendhilfe zu der Veranstaltung ein.
Informationen bieten an dem Tag unter Anderem europäische Gäste aus den hessischen EU-Partnerregionen Emilia Romagna (Italien), Aquitaine (Frankreich), der Wielkopolska (Polen) und erstmals ist eine Vertreterin der neuen hessischen Partnerregion Bursa aus der Türkei dabei. Informationen aus erster Hand bietet das Deutsch-Französische Jugendwerk, das Deutsch-Polnische Jugendwerk, die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, der Deutsch-Tschechische Jugendaustausch „Tandem“, der Deutsch-Israelische Jugendaustausch sowie der Hessische Jugendring.
Bianka Mohr neue Vorsitzende im Hessischen Jugendring
Frankfurt, 05. November 2011. Der Hessische Jugendring hat eine neue Vorsitzende. Bianka Mohr vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend wurde auf der Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft Hessischer Jugendverbände am Wochenende in Frankfurt am Main mit großer Mehrheit gewählt. Sie übernimmt damit das Amt von Anke Muth (DGB-Jugend). Als ihre Stellvertreter wurden Klaus Bechtold (SJD – Die Falken), Mario Machalett (Sportjugend Hessen) und Daniela Broda (evangelische Jugend) wiedergewählt. Neu im geschäftsführenden Vorstand ist Holger Kindler aus der DGB-Jugend.
„Ich bedanke mich sehr für das Vertrauen und freue mich auf die gemeinsame Arbeit.“ erklärte Mohr direkt nach der Wahl und machte gleich deutlich: „Es liegt eine Menge Arbeit vor uns. Daher ist es schön, auf ein in weiten Teilen bewährtes Team setzen zu können.“ Gleichzeitig begrüßte sie es, dass mit einem neuen Gesicht im Vorstand, auch neue Impulse von außen kämen. Anschließend dankte Mohr ihrer Vorgängerin Anke Muth und dankte für das Engagement für die 30 Mitgliedsverbände des Hessischen Jugendrings und die Kinder– und Jugendarbeit in Hessen.
Das Gesamtvorstandsteam wird zukünftig ergänzt durch die Beisitzerinnen und Beisitzer Stefan Ziegler (Jugendfeuerwehr), Tobias Schirmer (Bund der Deutschen Katholischen Jugend), Esa Böttcher (Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder), Sandra Sattler (DGB-Jugend), Konstanze Ebert (AG Jugend für Umwelt), Michael Schwesinger (Sportjugend), Nico Lederle (Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken), Riccardo Marziano (Jugendrotkreuz), Henrik Schmidtke (Landjugend) und Jasmin Tejada y Perez (Bund Deutscher PfadfinderInnen – BDP). Sie wurden ebenfalls mit großer Mehrheit von den Delegierten in Frankfurt gewählt.
Direkt nach ihrer Wahl machte Bianka Mohr deutlich, dass es dem neuen Vorstand sicher nicht an Aufgaben mangeln wird. „Zu den größten Herausforderungen zählen Dinge, die wir als Verbände gar nicht direkt mitbestimmen: zum Beispiel können verkürzte Schul– und Studienzeiten junge Menschen in der Ausübung ihres Ehrenamts behindern.“, fasste Mohr zusammen. Auf die Herausforderungen, die zum Teil auch Chancen böten, müssten Jugendverbände und natürlich auch der Hessische Jugendring Antworten und Positionen finden.
Ein weiteres gesellschaftspolitisches Thema rückte bei der Vollversammlung ganz besonders in den Mittelpunkt. Auf der Tagung wurde offiziell das Projekt „Augen auf!“ gestartet. Die Initiative des Hessischen Jugendrings setzt sich für mehr Aufmerksamkeit für die Armut von Kindern und Jugendlichen ein. Dazu werden in den kommenden Monaten verschiedene Aktionen gestartet, die auch die Mitgliedsverbände mit einbinden und zu dem Thema vernetzen. Mehr Informationen zur Kampagne „Augen auf!“ gibt es schon jetzt auf der Website des Projekts: www.hessischer-jugendring.de/augen-auf.
Daneben wurden zwei inhaltliche Anträge mit großer Mehrheit verabschiedet. Deutlich sprach sich die Versammlung gegen die so genannte Demokratieerklärung des Bundesministeriums für Familie Frauen und Senioren aus. Seit dem vergangenen Jahr müssen Institutionen, die Fördermittel des Bundes für Projekte zur Förderung der Demokratie beantragen, eine Klausel unterschreiben. Darin sollen sie garantieren, dass sie weder selbst extremistisch agieren, noch mit extremistischen Organisationen zusammenarbeiten. Nach Ansicht der Delegierten der Vollversammlung stellt diese Praxis die Initiativen unter einen Generalverdacht, die besonders aktiv für die Demokratie und die Gesellschaft sind. Zudem seien Jugendverbände seit Jahren hoch anerkannte Träger von Programmen zur Stärkung des demokratischen Bewusstseins. Diese erfolgreiche Arbeit konterkariere die „Demokratieerklärung“.
Der zweite verabschiedete Antrag setzt sich für bessere Rahmenbedingungen des ehrenamtlichen Engagements ein. Jugendverbände sind immer auf der Suche nach engagierten junge Menschen zur Begleitung von Ferienfreizeiten. Ein regelmäßiger Hinderungsgrund für potentiell Interessierte sind Klausurregelungen an Hochschulen, die die (Schul-)Ferienzeit immer wieder zu Prüfungsphasen machen. Die Vollversammlung sprach sich in dem Antrag dafür aus, gemeinsam an besseren Rahmenbedingungen zur besseren Vereinbarkeit von Studium und ehrenamtlichen Engagement zu arbeiten.
Um die Zukunftsfähigkeit der Jugendverbandsarbeit war es am Vormittag der Vollversammlung gegangen. In einem Studienteil setzten sich die Delegierten mit möglichen künftigen Szenarien der Jugendverbandsarbeit in Hessen auseinandergesetzt. Solche Prozesse seien notwendig, um sich auf ständig wandelnde Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement einzustellen, erklärte Reiner Jäkel, Geschäftsführer des Hessischen Jugendrings. Schließlich sollten die rund eine Million Kinder und Jugendliche, die in Hessen Mitglied in einer Jugendorganisation oder –verband sind, auch in Zukunft ihre Angebote in der außerschulischen Jugendarbeit finden und mitgestalten können. „Aus dem Studienteil können wir viele Impulse für die zukünftige Vorstandsarbeit ziehen.“ dankte die neue Vorsitzende Bianka Mohr den Delegierten am Ende des Tages für die geleistete Arbeit.
Inhaltlich verantwortlich gemäß § 6 MDStV: David Schulke
hjr newsletter Oktober 2011
Aktuelles
1. Die 10. Grüne Runde im Hessischen Landtag
Arbeitshilfen/Materialien/Veröffentlichungen
1. Neue Dokumentation zur interkulturellen Jugendarbeit
Fortbildungen/Projekte/Veranstaltungen
1. Fachtag “Kindesschutz in der Jugendverbandsarbeit”
2. Vernetzungstreffen
2. Infomesse: “Hessen total international” 2011
4. Fachtag “Kommnunale Jugendpolitik praxisnah erklärt”
5. Kooperation Wissenschaft und Praxis
6. Seminarreihe: “STARTHILFE” “Inernationale Jugendarbeit”
7. Fachtag: “Freiheit oder Sicherheit? Die Anschläge in Norwegen und die Folgen”
8. Projekt: “Ich ! – Jugendliche zwischen Autonomie und Selbstmanagement”
9. Fachtag: “Aktive Väter (mit Mirationshintergrund) in Bildung und Erziehug”
Stellenausschreibungen
1. LJR Nordrhein-Westfalen
Der Tipp: Sonderbriefmarken unterstützen Kinder- und Jugendhilfe
Das Zitat
Aktuelles
1. Die 10. Grüne Runde der Verbände im Hessischen Landtag
Der HJR-Vorstand begleitete die diesjährigen Gespräche der Vertreterinnen aus der „Grünen Runde“, der folgende Jugendverbände angehören: BUNDJugend, Naturschutzjugend, Wanderjugend, Waldjugend, Bund Deutscher PfadfinderInnen, Naturfreundejugend und Landjugend mit der Fraktion „Bündnis `90 Die Grünen“ im Hessischen Landtag. Die Gastgeber der Jubiläumsrunde waren der Fraktionsvorsitzende Tarek Al Wazir, die stellv. Vorsitzende Kordula Schulz-Asche, der jugendpolitische Sprecher Marcus Bocklet und der Sprecher für den ländlichen Raum Daniel May. Der jugendpolitische Austausch konzentrierte sich auf Fragen, wie die Öffentlichkeitsarbeit zur Jugendarbeit in Schulen, auf neue Konzepte ökologischer Ernährung zur Gesundheitsförderung, auf Strategien nachhaltiger Stromerzeugung und das Ende der Atomstromerzeugung. In einer weitergefassten Debatte wurde die Qualifizierung in Verbänden zur Prävention vor sexuellem Missbrauch eingehend diskutiert und ein enger Austausch zur Zukunft der politischen Entwicklung im Freiwilligen Ökologischen Jahr und anderer Jugendfreiwilligendienste vereinbart. In einer Würdigung der bisherigen Beratungen wurde dabei an bisherige Projekte wie die Klimaschutzinitiative und weitere gemeinsame Vorhaben erinnert. Ein Foto der Runde gibt es auch auf unserer Facebookseite.
Arbeitshilfen/Materialien/Veröffentlichungen
1. Neue Dokumentaton zur interkulturellen Jugendarbeit
Die Ausbildungsreihe des Hessischen Jugendrings für haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen machte in einer 40 Stunden-Qualifizierung „I- Lotsen für Integration und Inklusion“ fit für die Jugendverbände. Das Integrationslotsenprojekt, angelehnt an den Bedarf in den helfenden Jugendorganisationen wie u.a. der Jugendfeuerwehr, zeigt Möglichkeiten auf, die interkulturelle Öffnung in den Jugendverbänden weiter zu stärken und zu fördern. I-Lotsen für Integration und Inklusion sind junge Menschen, die eine Brückenfunktion wahrnehmen und gleichzeitig dazu beitragen, die Eigenverantwortlichkeit der jungen Migrantinnen und Migranten zu stärken. Durch ihren gezielten Einsatz in Gruppen können mehr geeignete Angebote und Voraussetzungen zur besseren Integration entwickelt werden, die als ein Dialog unter jungen Leuten gestaltet wird. Als Grundlage der Ausbildungsinhalte dienen Ansätze unterschiedlicher Konzepte aus der Organisationsentwicklung. Diese I-Lotsen helfen strukturelle Hindernisse zu überwinden und für das Thema kulturelle Abgrenzung zu sensibilisieren. Bestellt weden kann die 40seitige Dokumentation zum Preis von 3,50 € plus Portogebühren beim Hessischen Jugendring.
Fortbildungen/Projekte/Veranstaltungen
1. Fachtag “Kindesschutz in der Jugendverbandsarbeit”
Spätestens seit der Einführung des Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetzes „KICK“ im Jahr 2005 findet unter anderem in der Jugendverbandsarbeit eine verstärkte inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Arbeitsfeld „Kindeswohlgefährdung und Prävention sexualisierter Gewalt“ statt. Diese ebenso wichtige wie sensible Debatte hat an verschiedenen Stellen zur Entwicklung trägereigener Schutzkonzepte geführt. Die Kernfrage ist dabei immer wieder, wie das Verhältnis zwischen einer sinnvollen Verantwortungsübernahme durch die Aktiven in den Verbänden und den Grenzen der Handlungsfähigkeit von ehrenamtlichen Aktiven in diesem Themengebiet aussieht. Das neue Bundeskinderschutzgesetz, das Anfang 2012 in Kraft treten soll, wird diese Fragestellung noch verstärken. Zu den Fragen: “Wie stark sind unsere bisherigen Konzepte?, Wo besteht Nachholbedarf?, Was passiert ab dem 01. Januar 2012?” wird es auf dem Fachtag des Hessischen Jugendrings am 14.11.2011 in der Sportschule in Frankfurt/M. Inputs geben. Daneben bleibt genügend Zeit, eigene Fragen zu stellen, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen und einen Dialog zu führen. Wir möchten Vertreterinnen und Vertreter der Jugendverbandsarbeit und weitere Interessierte einladen, sich einen ganzen Tag Zeit zu nehmen, um begleitet gemeinsam Antworten zu finden. Weitere Informationen finden sich in der Ausschreibung.
2. Vernetzungstreffen
im Sommer dieses Jahres startete der Hessische Jugendring sein Projekt gegen Kinder- und Jugendarmut. Das Ziel ist, das Thema in den Jugendverbänden, in der Öffentlichkeit und in der Politik präsent zu halten. Die Projektgruppe mit Vertreter/innen mehrerer Jugendverbände (Evangelische Jugend, Hessische Landjugend, Sportjugend Hessen, Jugendwerk der AWO, DLRG-Jugend, Ring junger Bünde und BDKJ Bistum Mainz) und des Hessischen Jugendrings haben seither drei Teilprojekte initiiert und auf den Weg gebracht hat. Eine der ersten Veranstaltungen im Rahmen des Projekts ist ein Vernetzungstreffen am 14.12.2011, 18 bis 21 Uhr in der Sportschule des Landessportbundes Hessen in Frankfurt, zu dem die Projektgruppe einlädt. Bei dem Treffen wird es eine Menge aktueller Informationen zum Thema “Kinder- und Jugendarmut” und was man dagegen tun kann geben. Interessierte bekommen hier weitere Informationen und können sich anmelden.
3. Infomesse “Hessen total international” 2011
Vielfältige Möglichkeiten für junge Menschen im Ausland Erfahrungen zu sammeln, bietet die Informationsbörse „Hessen total international“, die am Samstag, 26. November 2011 unter der Schirmherrschaft des Hessischen Sozalministers Stefan Grüttner in Wiesbaden wieder im Kulturforum stattfindet. „Gemeinsam die Welt entdecken“ ist das Motto der Veranstaltung, die über Internationale Jugendbegegnungen, weltweite Freiwilligen- und Friedensdienste, Schüleraustausch, Praktika im Ausland, Au-Pair-Aufenthalte, Studentenbegegnungen oder Work & Travel informiert. Einen ganzen Tag lang können sich interessierte Jugendliche bei freiem Eintritt von den Vorzügen eines Auslandsaufenthalts überzeugen und Rahmenbedingungen kennenlernen. Weitere Infos zur Veranstaltung und den Ausstellern können auf der Website eingesehen werden. Der Infotag ist eine Kooperationsveranstaltung des Hessischen Sozialministeriums mit dem Hessischen Jugendring, dem Amt für Soziales in Wiesbaden, dem Jugendbildungswerk Frankfurt, dem AFS, dem Internationalen Bund, der Kolpingjugend Limburg und der Sportjugend Hessen. Weitere Fragen zum Infotag beantworten die Ansprechpartner der Kooperationspartner. Über den Hessischen Jugendring können Plakate und Flyer bestellt werden.
4. Fachtag: Kommunale Jugendpolitik praxisnah erklärt
Der Hessische Jugendring bietet mit diesem Fachtag am 3.12.2011 eine Fortbildung für alle (neu) Aktiven in der Jugendpolitik an und möchte sie motivieren und unterstützen. Im Blick sind dabei vor allem die aktuellen jugendpolitischen Herausforderungen, die sich aus jüngeren Entwicklungen ergeben und Jugendverbände zukünftig verstärkt beschäftigen werden. In drei Referaten werden folgende Themen behandelt: Strukturen, Akteure und aktuelle Herausforderungen in der kommunalen Jugendpolitik (Prof. Dr. Werner Lindner, FH Jena), Engagement in Stadt- und Kreisjugendringen (Björn Bertram, LJR Niedersachsen), Gremienarbeit im Jugendhilfeausschuss (Michael Lindner, BDKJ Darmstadt). In zwei Arbeitsgruppen werden die beiden letztgenannten Themengebiete danach praxisnah vertieft. Alle Informationen (Ablauf, Inhalte, Anmeldung etc.) finden sich im Flyer.
5. Kooperation Wissenschaft und Praxis
Seit dem Wintersemester 2006/2007 bietet er Hessische Jugendring auf Grundlage einer Kooperationsvereinbarung mit der Goethe-Universität Frankfurt/Main ein Lehrveranstaltungsangbot aus der Jugendverbandsarbeit im Fachbereich Erziehungswissenschaften an. Im Wintersemester 2011/2012 findet die Lehrveranstaltung zum Seminarthema ‘Migration, Integration und Inklusion in der außerschulischen Jugendarbeit’ statt. Dieses Semesterangebot ist eine Kooperationsveranstaltung des HJR mit Dr. R. Hartel (Bildungsstätte Alte Schule Anspach, BDP), der die Praxisberatung und die Themen der Seminartage und des Blockseminars vertritt. Weitere Infos zum Seminar können dem Aushang entnommen werden.
6. Seminarreihe: STARTHILFE „Internationale Jugendarbeit“
Im Rahmen eines Kooperationsprojektes (DBJR, AEJ, BDAJ, DJO, der Naturfreundejugend, SJD-Die Falken), „International:Interkulturell Jugendverbände gestalten Zukunft“ bietet die Deutsche Jugend in Europa eine Seminarreihe „Starthilfe – „Internationale Jugendarbeit“ für Migranten/-jugend)organisationen an. Die Seminarreihe richtet sich an Vertreter aus Migranten(-jugend)organisationen, die bereits über Erfahrung in der Jugendarbeit verfügen und sich zukünftig in der internationalen Jugendarbeit als Projektleiter qualifizieren möchten. Die Seminarreihe ist ein Lernraum, in dem die TeilnehmerInnen handwerkliche Fähigkeiten und Kompetenzen erwerben, um selber erfolgreich internationale Begegnungen durchzuführen. Parallel zu den vier Seminaren haben die TeilnehmerInnen einen festen Ansprechpartner, der ihnen bei der Umsetzung ihrer internationalen Austausche unterstützend zur Seite stehen wird. Hier können Interessierte alle weiteren Infos zur Seminarreihe, zum Ablauf und zu den Teilnahmebedingungen erfahren.
7. Fachtag: Freiheit oder Sicherheit? Die Anschläge in Norwegen und die Folgen
Das “Beratungsnetzwerk Hessen – Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus” veranstaltet am 15.12.2011 einen Fachtag zum Thema „Freiheit oder Sicherheit? – Die Anschläge von Norwegen und die Folgen …“ . Der Fachtag wird sich u.a. mit Fragen „Wie sind die Anschläge in Norwegen zu deuten?, Welche Positionenen werden Menschen mir rechtspopulistischen Einstellungen vertreten? und „Warum werden in Deutschland in Folge der Anschläge scheinbar reflexhaft Forderungen nach mehr Sicherheit und nach Verboten geäußert?“ beschäftigen. Interessierte können sich unter www.beratungsnetzwerk-hessen.de anmelden.
8. Projekt: Ich ! – Jugendliche zwischen Autonomie und Selbstmanagement
Mit der Tagung „Projekt Ich!“ vom 16. – 17. 11.2011 will der Arbeitskreis Jugend der Evangelischen Akademie Arnoldshain das Spannungsfeld mit wissenschaftlichen Perspektiven aus Soziologie, Entwicklungspsyschologie und Erziehungswissenschaften umreißen. In Workshops stehen erfolgreiche Praxisprojekte im Mittelpunkt, die auf eine Stärkung der Selbstwahrnehmung und Handlungsfähigkeit von Jugendlichen zielen. Weitere Infos und Anmeldemöglichkeit finden Interessierte hier
9. Fachtag: Aktive Väter (mit Migrationshintergrund) in Bildung und Erziehung
Zu einem Fachtag mt dem Thema “Aktive Väter (mit Migrationshintergrund) in Bildung und Erziehung” am 25.10.2011 von 9.00-17.00 Uhr in Fankfurt laden die Kooperationpartner: Caritas Frankfurt, der Verein ‚Ora da! e.V.‘, das ‚Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt‘ und der ‚Jugend braucht Arbeit e.V‘. ein. Die Veranstaltung findet in den Räumen des Vereins Ora da! e.V., Rebstöcker Str. 49 d, in 60326 Frankfurt statt. Weitere Infos können der Einladung entnommen werden.
Stellenauschreibungen
1. Landesjugendring Nordrhein-Westfalen
Der Landesjugendring Nordrhein-Westfalen sucht zu 1.12.2011 eine/n Referentin/Referenten für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Stelle ist auf 2 Jahre befristet. Weitere Infos zur Stellenbeschreibung hier.
Der Tipp
Sonderbriefmarken unterstützen Kinder- und Jugendhilfe
Mit den Erlösen aus dem Verkauf von Sonderpostwertzeichen unterstützt die Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. unter dem Vorsitz von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder Projekte in der Kinder- und Jugendhilfe. Noch bis 30. November 2011 sind die neuen Jugendmarken in allen Postfilialen erhältlich. Auf den Jahresmarken >FÜR DIE JUGEND 2011< zum Thema Astronomie sind Weltraummotive abgebildet. Weitere Infos zu den Marken fnden sich hier.
Stadtplatz statt Parkplatz: Der Weltkindertag am Entenanger
Das Spielfest am Weltkindertag war ein voller Erfolg. Über 200 Kinder haben den Entenanger zu einem wahren Spielplatz verwandelt.
Nachdem sich der Start noch leicht verzögert hatte, gab es nach den Grußworten von Schirmherr Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Stadträtin Anne Janz kein Halten mehr:
Laut und bunt ging es bis 18 Uhr abends zu, die 19 Vereine und Verbände der AG Weltkindertag haben den Kindern und Jugendlichen ein abwechselungsreiches Programm geboten. Bei sportlichen Aktivitäten wie Klettern an der Kletterwand und Bewegungsparcours über Kinderschminken und Bastelangebote bis hin zum Stockbrot backen konnten sich die kleinen BesucherInnen austoben und Neues ausprobieren.
Die im Vorfeld durch die AG Weltkindertag formulierten kinder-und jugendpolitischen Forderungen wurden dem Oberbürgermeister präsentiert, welcher versprach, sich den Forderungen anzunehmen und sie nach besten Möglichkeiten umzusetzen.
Gut beschäftigt waren die Jugendlichen der “Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken” mit ihrem Filmprojekt. Sie konnten im Laufe des Tages viele VertreterInnen aus Politik und Verwaltung zu den kinder-und jugendpolitischen Forderungen interviewen und Impressionen des Spielfestes festhalten.
Für ausreichend Verpflegung sorgten die Pfadfinder der “Royal Rangers”, die im Foyer der Jugendbücherei die gespendeten Brötchen des Brotgarten und die Obst- und Gemüsespenden der Markhalle verteilten.
Da auch das Wetter mitgespielt hat war es ein rundum schöner Tag und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!
Abschließend der Dank an unsere Sponsoren, ohne deren Unterstützung das Spielfest in dieser Form nicht möglich gewesen wäre: Brotgarten, Markthalle Kassel und Landwehr & Schultz.
hjr newsletter September 2011
Aktuelles
1. Jugendverbände auf dem Hessischen Familientag in Eltville
2. Fachtag Prävention in der Jugendverbandsarbeit
3. Fachtag Jugendpolitik vor Ort
Arbeitshilfen/Materialien/Veröffentlichungen
1. Flyer zur Projektfinanzierung in der Jugendarbeit
2. Broschüre von jugendschutz.net zu Rechtsextremismus online
3. Neues Buch thematisiert die Kooperation von Jugendarbeit und Schule
4. Leitfaden für Ehrenamtliche im Umgang mit Kindeswohlgefährdung
Fortbildungen/Projekte/Veranstaltungen
1. Fachtagung Mädchenkommuniation-Jungenkommunikation
2. Jahrestreffen der Bildungsurlaubsträger
3. Kampagne: 1 Cent für Angela Merkel – eine Aktion für den Klimaschutz
4. Genderfachtag: “Up to date – Perspektive auf Medien und Geschlecht”
Stellenausschreibungen
1. Bremer Jugendring
2. Landesjugendring NRW
3. Deutsche Wanderjugend (Bund)
Der Tipp - Internationale Workcamps - Engagierte Projekt-Partner für 2012 gesucht
Das Zitat
Aktuelles
1. Jugendverbände auf dem Hessischen Familientag in Eltville
Aktionen zum Mitmachen, gute Gespräche und fast ganz trockenes Wetter – die Bilanz des 6. Hessischen Familientags fällt für die Jugendverbände positiv aus. In diesem Jahr war Eltville am Rhein Gastgeber der Veranstaltung. Ob beim Bungee-Run mit dem Programm “Integration durch Sport” der Sportjugend Hessen, auf dem Hüpfkissen und der Kistenrutsche des Spielmobils Darmstadt oder am Stand des Jugendrotkreuzes – zu entdecken gab es genug. Interessierte konnten sich zudem über die vielfältigen Aktivitäten von Jugendverbänden an den Infotischen des Jugendrings informieren und ins Gespräch kommen. Einen längeren Bericht zum Familientag gibt es hier. Viele Fotos finden sich auf unserer Facebookseite und im Pressebilderbereich.
2. Fachtag Prävention in der Jugendverbandsarbeit
Wann funktionieren Präventions- und Schutzkonzepe? Wo besteht Nachholbedarf? Und welche Bedarfe ergeben sich (vermutlich) aus dem neuen Bundeskinderschutzgesetz nach dem 01. Januar 2012? Diesen und weiteren Fragen geht der Hessische Jugendring bei einem Fachtag am 14. November 2011 in der Landessportschule Hessen in Frankfurt am Main nach. Als Ansprechapartnerin steht den ganzen Tag die Justiziarin des Bayrischen Jugendrings, Gabi Weitzmann zur Verfügung. Weitere Experten aus der Präventionspraxis sind angefragt. Das bisherige Programm des Fachtags kann hier nachgelesen werden. Der Fachtag richtet sich an alle, die in den Verbänden mit der Umsetzung des Themas beschäftigt sind, sowohl strukturell als auch pädagogisch und an alle weiteren Interessierten. Für den Fachtag kann über den Hessischen Jugendring Sonderurlaub beantragt werden.
3. Fachtag Jugendpolitik vor Ort
Am 3. Dezember veranstaltet der Hessische Jugendring den Fachtag „Kommunale Jugendpolitik praxisnah erklärt“, eine Fortbildung, die sich an Ehrenamtliche in der kommunalen Jugendarbeit richtet. Referent/innen mit langjähriger Erfahrung aus der Praxis geben in kurzen Vorträgen eine Einführung zum Engagement in Stadt- und Kreisjugendringen sowie zur Gremienarbeit in Jugendhilfeausschüssen. In Seminaren können interessierte Neueinsteiger anschließend einzelne Aspekte näher erörtern, individuelle Fragen stellen und sich gegenseitig über (erste) Erfahrungen und Eindrücke austauschen. Die Tagesveranstaltung wird in Frankfurt stattfinden. Nähere Informationen zum Ablauf finden Interessierte in Kürze auf unserer Website.
Arbeitshilfen/Materialien/Veröffentlichungen
1. Flyer zur Projektfinanzierung in der Jugendarbeit
Ein neuer Flyer von Eurodesk Deutschland, der in Kooperation mit dem Hessischen Jugendring erstellt wurde, informiert über verschiedene Möglichkeiten, für die nationale und internationale Jugendarbeit Projektmittel einzuwerben. Darin werden sechs wichtige Schritte erläutert, deren Beachtung die Chance zur Genehmigung eines Antrags erheblich steigert. Dazu gibt es in dem Flyer jede Menge nützlicher Adressen im Internet zur Unterstützung der Projektplanung. Den Flyer gibt es auch hier zum Download.
2. Broschüre von jugendschutz.net zu Rechtsextremismus online
Die länderübergreifende Initiative jugendschutz.net hat eine Broschüre über rechtsextreme Aktivitäten im Internet im Jahr 2010 veröffentlicht. Darin werden ebenso beobachtete Trends unter Neonazis im Netz, als auch die Interventionsmöglichkeiten vorgestellt. Die rund 20-seitige Broschüre kann hier heruntergeladen werden.
3. Neues Buch thematisiert die Kooperation von Jugendarbeit und Schule
Die Kooperationsformen von Jugendarbeit und Schulen prägen immer wieder die pädagogischen Debatten. Ein neues Buch von Achim Schröder und Ulrike Leonhardt stellt Erfahrungen der Zusammenarbeit dieser beiden Systeme vor. Es stützt sich auf Modellversuche aus den Jahren 2007 bis 2009, in denen Träger der Jugendarbeit ihre Zusammenarbeit mit Schulen weiterentwickeln und neue Projektideen im Hinblick auf mehr Partizipation umsetzen konnten. Auf über 300 Seiten wird entwickelt, wie Jugendarbeit schulisches Lernen erweitert. Weitere Informationen zu der Publikation gibt es hier.
4. Leitfaden für Ehrenamtliche im Umgang mit Kindeswohlgefährdung
Das Hessische Sozialministerium hat einen Leitfaden für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter veröffentlicht, der mehr Sicherheit im Umgang mit möglichen Kindeswohlgefährdungen geben soll. Auf rund 30 Seiten finden Jugendleiterinnen und Jugendleiter Informationen zur sexuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und zu möglichen Anhaltspunkten einer Kindeswohlgefährdung. Die Broschüre orientiert sich an einer Veröffentlichung des Landesjugendrings Schleswig-Holstein zu dem Thema. Sie kann sowohl über das Hessische Sozialministerium, als auch über den Hessischen Jugendring kostenlos bezogen werden.
Fortbildungen/Projekte/Veranstaltungen
1. Fachtagung Mädchenkommunikation – Jungenkommunikation
Das Jugend- und Sozialamt Frankfurt/M. bietet in Kooperation mit den Frankfurter Mädchenarbeitskreisen und Jungenarbeitskreisen eine Fachtagung zum Thema “Mädchenkommunikation und Jungenkommunikation” am 31. Oktober 2011 von 9.45 Uhr bis 16.00 Uhr im Jugend- und Sozialamt Frankfurt/M. an. Der Tagungsbeitrag beträt 20 Euro. Interessierte können sich bis zum 14.10.2011 bei Margot Kaiser oder bei Günter Bauer anmelden. Weitere Infos können der Ausschreibung entnommen werden.
2. Jahrestreffen der Bildungsurlaubsträger
Das Hessische Sozialministerium lädt in Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Bildungswerk und der IG-Metall zum Jahrestreffen der Bildungsurlaubsträger am 3.11.2011 ins IG Metall-Haus in Frankfurt/M. ein. Ziel des Treffens ist, über aktuelle Entwicklungen und Möglichkeiten der Arbeitnehmerweiterbildung in Hessen zu informieren sowie Sachfragen zum Thema zu beantworten. Weiterhin werden die Möglichkeiten der Nutzung “Sozialer Netzwerke” durch einen Vortrag aufgezeigt. Neue Ansätze, die Bildungsurlaubsangebote attraktiver und nachfragorientierter zu gestalten werden in Arbeitsgruppen diskutiert und erarbeitet. Interessierte können der Einladung weitere Infos entnehmen.
3. Kampgagne: 1 Cent für Angela Merkel – eine Aktion für den Klimaschutz
Die BUNDjugend startete Mitte August die Kampagne “1 Cent für Angela Merkel” und fragt sich, was passiert, wenn Menschen unaufgefordert ihrer Regierung 1 Cent überweisen. Mit diesem symbolischen Betrag fordert die Jugend dazu auf, jetzt in den Klimaschutz zu investieren, statt in 30 Jahren Geld für Reparaturen von Klimaschäden zu verschwenden. Auch in Österreich, Großbritannien, Irland, den Niederlanden und Belgien findet die Kampagne unter dem Titel „Push Europe“ statt. Die Kampagne zielt darauf ab, dass sich die EU im Herbst auf ein ambitionierteres Klimaziel einigt: Sie soll Reduktionen um mindestens 30% weniger CO2 bis 2020 beschließen. Fragen zur Kampagne beantwortet Björn Obmann. Links zur Kampagne: http://pusheurope.eu/, http://www.bundjugend.de/, http://www.facebook.com/PushEurope. Die Studie „A new growth path for Europe“ ist erhältlich unter: http://www.pik-potsdam.de/members/cjaeger/current-research/a-new-growth-path-for-europe-synthesis-report/at_download/file.
4. Genderfachtag: “Up to date – Perspektive auf Medien und Geschlecht”
Das Frauenbüro der Stadt Fulda veranstaltet am 5.10.2011 im Bonifatiushaus in Fulda von 9.30 – 16.00 Uhr einen Genderfachtag unter dem Titel: ‘Up to date – Perspektive auf Medien und Geschlecht’. Die Tagung setzt sch mit den Fragen auseinander, wie intensiv nutzen Mädchen und Jungen den PC und vor allem das Internet? Wie werden sie in den “social networks” mit Geschlechterbildern und Rollenzuschreibungen in Berührung gebracht – und mit welchen? Zur Tagung eingeladen sind pädagogische Fachkräfte, die mit Jungen und Mädchen arbeiten. Weitere Infos und ein Anmeldeformular können der Ausschreibung und den Workshoperläuterungen entnommen werden.
5. Juleica-Ausbildung in modularisierter Form
Der Fachbereich Familie, Jugend und Soziales des Landkreises Marburg – Biedenkopf, Fachdienst Jugendförderung bietet ab dem 29. Oktober 2011 seine Jugendleiterinnen und Jugendleiter Ausbildung in einer modularisierten Form an. Die Modularisierung ermöglicht den Teilnehmern und Teilnehmerinnen eine autonome und zeitlich flexible Gestaltung ihrer Ausbildung. Sie können sich eigenverantwortlich die einzelnen Bausteine der Ausbildungsreihe zusammenstellen und jeweils nach ihren persönlichen zeitlichen Ressourcen absolvieren. Dadurch soll die eine bessere zeitliche Vereinbarkeit erreicht und der Personenkreis erweitert werden, für den die Juleica-Ausbildung attraktiv ist. Weitere Informationen zur neuen Konzeption gibt es hier.
Stellenausschreibungen
1. Bremer Jugendring
Der Bremer Jugendring sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Referentin bzw. einen Referenten für jugendpolitische Schwerpunkte. Die Wochenarbeitszeit beträgt 29 Std. Weitere Infos finden sich in der Stellenausschreibung.
2. Landesjugendrig NRW
Der Landesjugendring NRW sucht – nachdem die vorherige Stelleninhaberin in den Ruhestand tritt – zum 1. März 2012 eine neue Geschäftsführerin oder neuen Geschäftsführer (100%) für die gesamtverantwortliche Leitung der Geschäftsstelle (befristet für zunächst 5 Jahre). Weitere Infos zur Ausschreibung hier.
3. Deutsche Wandejugend (Bund)
Der Bundesverband der deutschen Wanderjugend sucht ab Januar 2012 für eine einjährige Elternzeitvertretung eine Erlebnispädagogenin oder einen Erlebnispädagogen. Interessierte können sich mit vollständigen Unterlagen als PDF-Datei per Mail an bewerbung@wanderjugend.de bewerben. Weitere Infos hier.
Der Tipp
Internationale Workcamps - Engagierte Projekt-Partner für den Sommer 2012 gesucht
Viele junge Freiwillige aus der ganzen Welt verbringen ihren Sommer in Hessen, um sich in Workcamps für gemeinnützige Projekte einzusetzen. Seit 1949 organisieren die ijgd (Internationale Jugendgemeinschaftsdienste), internationale Workcamps in Deutschland. Die Workcamps ermöglichen den Jugendlichen durch das gemeinsame Arbeiten ein intensives Kennen lernen anderer Kulturen und leisten dadurch einen großen Beitrag zur Völkerverständigung.
Gemeinden, Städte und Vereine haben die Möglichkeit gemeinsam mit den ijgd gemeinnützige Projekte z.B. Neugestaltung eines Spielplatzes, Anlegen und Pflege von Waldlehrpfaden und Biotopen oder die Betreuung einer Kinderferienaktion mit einer internationalen ijgd Workcampgruppe durchzuführen.
Die ijgd beginnen bereits jetzt mit der Planung der Arbeitsprojekte für die Saison 2012. Für die Durchführung von Workcamps können sich Städte und Gemeinden, Forst- und Umweltschutzbehörden, Jugendorganisationen, Bürgerinitiativen und andere interessierte Organisationen ab sofort bei den ijgd in Bonn bewerben. Ansprechpartnerin ist die Projektreferentin Nicole Thönnes. Weitere Infos und Rückmeldebogen hier.
Das Zitat
“Leben heißt: ein Violinkonzert geben, während man Geige spielen lernt.“
Samuel Butler (1835-1902), engl. Philosoph u. Essayist
Die nächste Ausgabe des hjr-newsletters erscheint im Oktober 2011
Aktiv gegen Nazis in Kassel
Das Bündnis gegen Rechts hatte am Samstag zur Demo gegen Nazis und Rassismus aufgerufen und mehr als 1000 Teilnehmer_innen beteiligten sich.
Auf der Route vom Hauptbahnhof zum Kulturbahnhof Schlachthof wurden an verschiedenen Punkten Zwischenkundgebungen abgehalten. Es wurde unter anderem auf die Präzenz der Kasseler Nazis auf dem Königsplatz und der Weserspitze aufmerksam gemacht und über die Kontakte eines Ladenbesitzers in die rechte Szene und sein fragwürdiges Kleidungssortiment informiert. Am Mahnmal “Die Rampe” an der Universität wurde an die Deportationen jüdischer Mitbürger_innen erinnert.
Die Demo verlief friedlich, obwohl sich zeitgleich Mitglieder der rechten Szene auf dem Friedrichsplatz versammelt hatten.
Kinder- und jugendpolitische Forderungen zum Weltkindertag 2011
Am 20. September ist Weltkindertag!
Natürlich gibt es in an diesem Tag in Kassel traditionell ein Spielfest. In diesem Jahr sind wir von 14 bis 18 Uhr auf dem Parkplatz am Entenanger.
Aber es gibt nicht nur ein Spielfest. Am Weltkindertag nehmen sich die Politiker_Innen Zeit, um sich die Wünsche, Ideen und Forderungen von Kinder und Jugendlichen anzuhören.
Aus diesem Grund werden in jedem Jahr auch kinder- und jugendpolitische Forderungen aufgestellt, in diesem Jahr lauten sie:
1. Stadtplatz statt Parkplatz Entenanger: Wir fordern mehr innenstadtnahe Plätze mit Aufenthaltsqualität für alle Generationen.
2. Kinder haben was zu sagen: Wir fordern, dass die Meinungen von Kinder und Jugendlichen bei allen sie betreffenden Bauvorhaben in Zukunft noch stärker berücksichtigt werden und der Bürgermeister ihnen erklärt, wie und wo er sicht dafür einsetzen will.
3. Vom Schulhof zum Spielhof: Wir fordern, dass sämtliche Schulhöfe auch außerhalb der Unterrichtszeiten auch an den Wochenende und in den Ferien als Spielflächen für Kinder nutzbar sind.
Euch fallen noch andere Ideen und Forderungen ein? Kein Problem… während des Spielfests wird ein “Videozelt” aufgebaut werden, in dem eine Gruppe Jugendlicher die Politiker_Innen zu den Forderungen interviewen wird. Aber das Wort soll nicht nur die Erwachsenen haben. Auch ihr könnt eure Forderungen vor der Kamera präsentieren. Im Anschluss an den Weltkindertag wird aus diesem Beiträgen ein kleiner Film zusammengeschnitten. Wenn ihr nicht so gerne vor der Kamera stehen wollt könnt ihr eure Ideen auch an unsere “Wunschpinnwand” schreiben. Also, kommt einfach vorbei!
Wehret den Zuständen – aktiv gegen Nazis!
Antifaschistische Demonstration Samstag 17. September 2011, 14.00 Uhr, Hbf Kassel
„Nazis – die gibt’s hier nicht!“ Eine solche Behauptung wird durch die politische Wirklichkeit in Kassel alltäglich widerlegt.
Insbesondere in der Kasseler Nordstadt treibt eine Kameradschaft „Sturm 18“ ihr Unwesen. Die Zahl 18 steht hierbei für den 1. und 8. Buchstaben im Alphabet, also für A.H. = Adolf Hitler, womit auch klar ist, in wessen Tradition sich diese Gruppe stellt. Ihr geistiger Anführer ist der 36-jährige mehrfach vorbestrafte Bernd T., Gründer eines rechtsradikalen Internetforums. Bereits 1993 wurde er wegen Totschlags an einem Obdachlosen verurteilt. Bei Hausdurchsuchungen in Kassel wurden Waffen und Munition gefunden. Mitglieder des „Sturm 18“ bedrohen insbesondere in der Nordstadt Migrantinnen und Migranten und alle, die sie als „Gegner“ identifizieren.
Im organisatorischen Spektrum der Neonazis bewegt sich der „Freie Widerstand Kassel“ mit ihrem Frontleuten Mike S., der vor einiger Zeit noch Funktionär der hessischen JN (Junge Nationaldemokraten) war, und Jörg H.. Deren Schwerpunkte sind Propagandadelikte und die Teilnahme an bundesweiten Neonaziaufmärschen. Diesem Spektrum dürfte auch die Sachbeschädigung am Kasseler Gewerkschaftshaus vor dem 1. Mai 2010 zuzuordnen sein.
Die dritte Gruppe sammelt sich um den bekannten Nazischläger Marcus E., der einerseits Fußball-Hooligans um sich schart und andererseits in den Naziskandal um den zurückgetretenen Chef der Freiwilligen Feuerwehr Bettenhausen-Forstfeld Christian W. verwickelt war.
Doch das gesellschaftliche Problem sind nicht allein diese teils gewalttätigen Strukturen der Neonazis. Für alle Migrantinnen und Migranten, für viele Menschen in dieser Stadt ist der Alltagsrassismus in seinen verschiedenen Facetten der Fremdenfeindlichkeit, des Antisemitismus oder der Islamfeindlichkeit, der „aus der Mitte der Gesellschaft“ kommt, ein existenzielles Problem. Man erlebt ihn am Arbeitsplatz, in der Schule, im Supermarkt, in den Leserbriefspalten der Tageszeitungen, in scheinbar anonymen Internet-Foren oder anderen Orten des täglichen Zusammenlebens. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Krise setzen Teile der politischen Elite, zu deren Sprachrohr sich ein Herr Sarrazin gemacht hat, auf die rassistische Spaltung der Gesellschaft, um von Ursachen sozialer Probleme abzulenken. In diesem Fahrwasser können auch neofaschistische Kräfte erstarken.
Dagegen ist couragierter und entschlossener Widerstand all jener erforderlich, die für eine solidarische und tolerante Gesellschaft eintreten. Dieser Widerstand gegen Neofaschismus und Rassismus muss verbunden werden mit dem Eintreten für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen.
Wir sind nicht bereit, faschistische Gewalt oder solche Formen des alltäglichen Rassismus in unserer Gesellschaft zu akzeptieren. Wir warten nicht darauf, dass andere für uns das Problem lösen, sondern sehen es als unsere eigene Verantwortung, hiergegen ein deutliches Signal zu setzen. Deshalb rufen wir in Kassel dazu auf, mit einer Demonstration am 17.September 2011 ein deutliches Zeichen gegen Neofaschismus, Rassismus, Homophobie und Sexismus, sowie Islamfeindlichkeit und Antisemitismus zu setzen.
Wir werden den Nazis und der Öffentlichkeit demonstrieren, dass wir nicht dulden werden, dass sich Nazis mit ihrem menschenverachtenden Verhalten und ihren rassistischen Parolen in der Öffentlichkeit breit machen.
Wir machen damit Neonazis und ihren (un-)heimlichen Sympathisanten deutlich:
Wir treten gemeinsam ein gegen Rassismus, Fremdenhass, Islamfeindlichkeit und Antisemitismus!
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Bündnis gegen Rechts